In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Migration von einem physischen Anwendungsserver auf seinen in der Cloud gehosteten Ersatz – mit den installierten Anwendungen, Datenbanken, Benutzerprofilen, Freigaben und Daten. Der Ansatz ist generisch und funktioniert für jeden Cloud-Anbieter, etwa Microsoft Azure, Amazon AWS, IBM Cloud (Bluemix / Softlayer), Rackspace und andere. Der Migrationsprozess erlaubt auch den Wechsel auf eine andere Windows-Version, etwa von 2003 auf 2016 und von 32 Bit auf 64 Bit.
Beachten Sie: Wir führen eine native Migration durch, keine Betriebssystem- oder App-Virtualisierung. Das Ergebnis ist also ein “normaler” Cloud-Server mit dem Anwendungs-Stack, den Datenbanken, Profilen und Daten des ursprünglichen physischen Servers. Der Vorteil: Sie müssen sich nicht um jede Anwendung einzeln kümmern, der Anwendungs-Stack wird so übernommen, wie er ist – selbst wenn niemand mehr weiß, wie er ursprünglich konfiguriert wurde – und Sie haben keinen Virtualisierungs-Overhead. Der Nachteil: Wenn einige Ihrer Apps mit dem neuen Betriebssystem inkompatibel sind (etwa bei einer Migration von 2003 auf 2016), bleiben sie es auch nach der Migration.
Ziel dieser Anleitung ist es, eine Server-Migration mit weniger als 4 Stunden “betreuter” Zeit abzuschließen (die Gesamtdauer ist natürlich länger und entfällt größtenteils auf die Datenübertragung und die automatisierte Bereitstellung auf dem Ziel).
Die in dieser Anleitung verwendete Software, Zinstall WinServ, ist auch über IBM Services erhältlich, als Teil von deren Full-Service-Paket für großflächige Rollouts. Wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihr IBM-Account-Team in Ihrer Region.
Das finden Sie in dieser Anleitung:
Bevor wir in die ausführliche Prozessbeschreibung einsteigen, hier ein kurzer Überblick, was die Migration umfasst. (Viel) mehr Details finden Sie weiter unten.
1. Erfassen Sie den physischen Server in einem Migrations-Container. Das geschieht mit Zinstall WinServ. Der Container ist eine vollständige Erfassung des Serverinhalts, ähnlich einem Abbild (vollständig bis auf das, was Sie ausschließen)
2. Machen Sie den Container zugänglich von Ihrem Cloud-Server aus. Dazu laden Sie den Container entweder in Ihren Cloud-Speicher oder auf den Zielserver selbst hoch, oder Sie richten eine VPN- / Tunnelverbindung zwischen den beiden Servern ein.
3. Spielen Sie den Inhalt des Containers auf den Ziel-Cloud-Server. Auch das erledigt Zinstall WinServ, das Anwendungen, Einstellungen, Datenbanken, Freigaben, Profile und Daten automatisch auf dem Ziel bereitstellt.
4. Nehmen Sie die nötigen Anpassungen nach der Migration vor, etwa Konfigurationsdateien an den neuen Servernamen anpassen, das DNS auf den Ersatzserver zeigen lassen usw.
Kommen wir nun zu einer ausführlicheren Beschreibung.
Inventarisieren Sie Ihre Server: Der erste Schritt jeder Migration ist herauszufinden, was auf dem Server liegt, welche Clients er bedient und welche Schnittstellen diese erwarten. Die Schnittstellen sind besonders wichtig. Nach der Migration müssen Sie sicherstellen, dass der Server sauber ins neue Netzwerk eingebunden ist und die Clients ihn an seinem neuen Ort erreichen.
Planen Sie Ihr Migrationszeitfenster: Migrationen brauchen Zeit, und währenddessen können Ihre Nutzer in gewissem Maß betroffen sein. Legen Sie die eigentliche Migration nach Möglichkeit außerhalb der Arbeitszeit oder auf ein Wochenende. Sie müssen dabei übrigens nicht selbst vor Ort bleiben: Die Anwendungsmigration kann remote durchgeführt oder im Voraus im unbeaufsichtigten Modus gestartet werden.
Prüfen Sie, ob Ihre Backups aktuell und tatsächlich wiederherstellbar sind: Jedes große Upgrade kann schiefgehen, und ohne gültiges, aktuelles Backup riskieren Sie alles zu verlieren, was auf dem Server war. Stellen Sie sicher, dass Ihr Backup unbeschädigt und im Notfall wiederherstellbar ist!
Teil 1: Erfassen Sie den physischen (Quell-)Server in einem Container.

Teil 2: Machen Sie den Container vom Cloud-(Ziel-)Server aus zugänglich.
Sobald der Container erstellt ist, muss er vom Ziel aus erreichbar sein. Dazu laden Sie ihn entweder in den Speicher Ihres Cloud-Anbieters hoch oder richten eine VPN- / Tunnelverbindung zwischen den Servern ein.
Teil 3: Spielen Sie den Container auf den Cloud-(Ziel-)Server ein.
Das war's! Sie haben soeben Anwendungen, Einstellungen, Profile, Datenbanken und natürlich Dateien von Ihrem physischen Server auf den Cloud-Server migriert.
Die beiden Aspekte, die der oben beschriebene automatisierte Migrationsprozess nicht abdeckt, sind Serverrollen (DC, AD, IIS, DNS, DHCP) und inkompatible Anwendungen.
Weitere Details finden Sie in den Abschnitten Serverrollen und Inkompatible Anwendungen der allgemeinen Server-Migrationsanleitung.
Sobald die Migration abgeschlossen ist, geht es an die Überprüfung der Ergebnisse.
Glückwunsch! Ihre P2C-Server-Migration ist abgeschlossen.
Bereit, Ihren physischen Server in Ihre neue Cloud-Infrastruktur zu migrieren? Kontaktieren Sie uns für Unterstützung, Mengenlizenzen und Hilfe beim Aufsetzen eines POC.
Kontaktieren Sie uns, um loszulegen!
Hinweis: Die in dieser Anleitung verwendete Software, Zinstall WinServ, ist auch über IBM Services erhältlich, als Teil von deren Full-Service-Paket für großflächige Rollouts. Wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihr IBM-Account-Team in Ihrer Region.